Ausgabe 3.2017
It's about how! Strategie

Was hat Supervision denn mit Strategie zu tun? Strategie, das kann ja alles und nichts bedeuten. Vielleicht denken Sie sich jetzt: „Nein, bitte nicht schon wieder ein Heft zu einem dieser inhaltsleeren Managementbegriffe!“ Oder Sie freuen sich auf das Thema, weil Sie sich möglicherweise schon öfter gedacht haben, dass Strategie nicht völlig fremd ist für das Geschäft der Supervision. Ganz im Gegenteil, hat Strategie sogar mehr damit zu tun, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

It’s about HOW.

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was hat Supervision denn mit Strategie zu tun? Strategie, das kann ja alles und nichts bedeuten. Vielleicht denken Sie sich jetzt: „Nein, bitte nicht schon wieder ein Heft zu einem dieser inhaltsleeren Managementbegriffe!“ Oder Sie freuen sich auf das Thema, weil Sie sich möglicherweise schon öfter gedacht haben, dass Strategie nicht völlig fremd ist für das Geschäft der Supervision. Ganz im Gegenteil, hat Strategie sogar mehr damit zu tun, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

It’s about HOW.

Strategie ist jedenfalls ein schillerndes Wort, ein Begriff, der rasch mit großen Gefühlen aufgeladen wird – je nach persönlichen Perspektiven und Erfahrungen mit positiven oder negativen Emotionen. Strategie ist faszinierend. Es ist von jeher eine der spannendsten Fragen im Zusammenhang mit unternehmerischer und organisatorischer Entwicklung: Welche Strategie brauchen wir, um erfolgreich zu sein? Wie kommen wir zu einer angemessenen Strategie? Und wie schaffen wir es, eine kluge Strategie auch in die Tat umzusetzen? Strategie kann aber auch so richtig abstoßend sein. Unzählige Strategieworkshops, unbrauchbare Strategiekonzepte, viele leere Kilometer, die mit viel Aufwand und Enttäuschungen ohne nennenswerte Ergebnisse zurückgelegt werden – ganz abgesehen von all den Entlassungswellen, die mit strategischen Notwendigkeiten begründet werden, obwohl es um die Durchsetzung ganz anderer Interessen geht. Strategie ist ein Kernthema in der Welt der Organisationen. Wer mit Führungsaufgaben betraut ist, egal auf welcher Funktionsebene, hat regelmäßig mit Strategie zu tun. Es ist kein Privileg von Management und Beratung oder gar begrenzt auf Wirtschaft. Die Kunst der Strategie wird in ­vielen Gesellschaftsbereichen ausgeübt – mit höchster ­Leidenschaft und Profession wie beispielsweise im Sport, in der Forschung, im gemeinnützigen Sektor und in vielen anderen Bereichen.

Mit diesem Heft wollen wir Ihnen eine Gelegenheit eröffnen, sich vertrauter zu machen mit verschiedenen Überlegungen, Zugängen, Methoden und Instrumenten der Strategiearbeit. Die Beiträge befassen sich mit dem Thema vor allem aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Ein Teil der Autorinnen und Autoren schreibt über ihre Überlegungen und Erfahrungen aus der Perspektive der Unternehmens- und Managementlogik – und widmet sich der Frage, welchen Stellenwert das Strategiethema vor dem Hintergrund völlig unberechenbar gewordener wirtschaftlicher Rahmenbedingungen überhaupt noch hat. Hier schließt das Heft unmittelbar an die Beiträge des Heftes 4.2016 mit dem Titel „4.0“ zur aktuellen Diskussion über die vielfältigen Herausforderungen und Begleiterscheinungen der Digitalisierung an. Eine weitere Gruppe von Beiträgen schaut aus der Perspektive von Supervision und Coaching – und erörtert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Frage, was denn Strategie nun wirklich mit der eigenen Profession zu tun hat oder zu tun haben könnte? Was ist ihree – auch ganz praktische – Relevanz für Supervision und Coaching? Die dritte Gruppe von Beiträgen hat vor allem instrumentellen Charakter. Verschiedene „Tools“ werden in Praxis-Spots vorgestellt, die sich in der Strategieentwicklung verschiedener Kontexte bestens bewährt haben – auch hier gilt: Einfach einmal ausprobieren!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf der Reise zur Strategie

Susanne Ehmer und Harald Payer

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Susanne Ehmer, Harald Payer
Strategie – Wozu?

Martin Johnsson
Lost in space … wenn weite Visionen und kühne Ziele im strategischen Raum verloren zu gehen drohen

Annette Springmeier
Im Fokus: Ein Unterschied, der einen Unterschied macht
Wenn die Supervisorin das Thema „Strategische Ausrichtung“ in die Beobachtung nimmt

Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye
Geschäftsmodelle und Strategieentwicklung – Virtuelle Netzwerke als Kernkompetenz     

Hans-Erich Müller
Perspektivwechsel – Strategie im digitalen Zeitalter

Christian Hofmann
Nachdenken über die Zukunft
Nachhaltigkeit als Herausforderung strategischen Denkens und Handelns

Stefan Bauer-Wolf, Wolfgang Steger
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen

Elfie Czerny, Dominik Godat
GABE statt SWOT
Lösungsfokussierte Strategieentwicklung in einer dynamischen Welt

Simon Severino
Strategieteam und Strategiesprint

Johanna Mayrhofer
Damit wir morgen nicht von gestern sind –
Wie wir unsere Supervisorinnen und Supervisoren in unseren Prozess „Strategie 2020“ einbeziehen.

Bettina Strümpf
Aus dem Nähkästchen geplaudert … Der Strategiespaziergang

Doris Regele
Zukunftsreise

Katrin Wulf
Strategie auf der Leinwand

Günther Gettinger
Aktionsforschung gegen Altersarmut Eine Geschichte aus meiner Praxis

Katharina Böhnke
Iterative Strategieentwicklung mit Design-Thinking
Strategie mithilfe von Prototypen in die Welt bringen

Susanne Ehmer
Strategie in Unternehmen mit agiler Steuerung

Literatur zum Thema         

Susanne Ehmer
Strategieentwicklung: Wo stehen wir – wo wollen wir hin?
Am Beispiel eines Dienstleistungsunternehmens im pädagogischen Bereich

Markierung
Günther Gettinger
JETZT, immer nur JETZT? Nein, nicht nur! Es gibt ja immer auch ein Gestern und ein Morgen …

Rezension
Brigitte Boothe
Katharina Gröning: Sozialwissenschaftlich fundierte Beratung in Pädagogik, Supervision und Sozialer Arbeit

Impressum

supervision 3.2017
It's about how! Strategie

Stückpreis: 17,90 EUR
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