Ausgabe 2.2011
Geschäftsmodelle

Aus dem Editorial: „Supervisor/innen und Berater/innen betreiben ihr Geschäft in einer Vielzahl von Modellen – als Einpersonengeschäft, hauptberuflichoder als ein Standbein neben anderen, als GmbH oder OG, sie nennen ihr Geschäftsmodell Praxis, Institut, Sozietät und Netzwerk. Es scheinen keine Grenzen gesetzt. Mit diesem Heft beleuchten wir ein Thema, mit dem wir alle zu tun haben und zu dem es weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine allgemein akzeptierte Definition gibt: Geschäftsmodelle.“

Editorial

Supervisor/innen und Berater/innen betreiben ihr Geschäft in einer Vielzahl von Modellen – als Einpersonengeschäft, hauptberuflichoder als ein Standbein neben anderen, als GmbH oder OG, sie nennen ihr Geschäftsmodell Praxis, Institut, Sozietät und Netzwerk. Es scheinen keine Grenzen gesetzt. Mit diesem Heft beleuchten wir ein Thema, mit dem wir alle zu tun haben und zu dem es weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine allgemein akzeptierte Definition gibt: Geschäftsmodelle. Sie dienen einer modellhaften Beschreibung des Geschäfts und können, je nach Differenziertheit, betriebswirtschaftlichen Aussagen und Rechtsform, Aussagen zumNutzenversprechen oder auch zur Kundenzielgruppe beinhalten. Macht man sich bewusst, in welcher Art Geschäft man sein Geschäft betreibt, kann man dies zur steten Orientierung, Ausrichtung und Reorientierung nutzen. Wie ist das Geschäft zu verstehen, wie ist es zu verbessern, welche Angebote passen in dieses Geschäftsmodell, welche Kunden- oder Marktsegmente sind hierüber gut anzusprechen und zu bedienen, welche neuen Geschäftsideen können integriert werden und wann ist es angezeigt, das Geschäftsmodell zu verändern? Wie passt das Geschäftsmodell mit der darin ausgeübten Tätigkeit, dem Angebot und der Nachfrage zusammen?

Spricht man über Geschäfte, spricht man auch über Geld. Martina Ukowitz zeigt in ihrem Beitrag die Spannungsfelder ökonomischer Systemlogiken auf, in denen sich Beratung bewegt. Der Verkauf der Dienstleistung „Beratung“ führt in der Beratungstätigkeit, in der Positionierung am Markt und im professionellen Umfeld zu manchen – auch ethischen – Herausforderungen.

Mit der Frage „Erfolgreich selbstständig – seit Jahren: Wie machen Sie das?“ haben wir die Kolleg/innen Hella Schuler-Roepell, Gisela Ingerfeld, HaraldWirbals und Rudolf Heltzel eingeladen, ihre Geschäftsmodelle vorzustellen. Zu dem Geschäftsmodell Netzwerk lesen Sie ein Interview mit Roswita Königswieser zu ihrem Modell „Königswieser & Network“ und einen Beitrag von Edeltrud Freitag-Becker über ihr „netzwerken“.

Diesen Teil ergänzen zwei sehr unterschiedliche, aber erfolgreiche Geschäftmodelle. Die Unternehmensberater Stefan Hagen und Markus Kintrup lassen uns in ihre Werkstatt schauen.

Aus der Sicht der Kunden geben Kersti Weiß als Vermittlerin von Anfragen und Anbietern in der Ev. Kirche Hessen Nassau und in einem Interview Jörg Hesse, Personalleiter eines mittelständischen Unternehmens, Einblicke in Auswahlverfahren, Kriterien der Beraterwahl und Beratungsanlässe. Die Kundensicht wird ergänzt durch zentrale Aspekte der Kundenbindung, die Martin Johnsson in einem Gespräch mit dem Kundenbindungsmanager eines international agierenden Familienunternehmens gewonnen hat.

Ralf Bolhaar geht abschließend einer Frage nach, von der keiner so recht weiß, wie bedeutsam sie für das eigene Geschäft ist. Und doch tun es viele und es werden stetig mehr: die Präsentation im Internet und wie man es richtig macht.

Wir wollen mit diesem Heft dazu anregen, das eigene Geschäftsmodell zu reflektieren, es für gut zu befinden oder zu verbessern und das „Wie“ der Geschäftsgestaltung in den Blick zu nehmen.

Schreiben Sie uns dazu! Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

 

Susanne Ehmer und Martin Johnsson


Inhaltsverzeichnis

Geschäftsmodelle 

Martina Ukowitz
Über Geld spricht man doch. Beratung im Spannungsfeld ökonomischer Systemlogiken

Martin Johnsson
Zwischen Haushaltskasse und Businessplan. Braucht ein freiberuflicher Berater einen Geschäftsplan?

Rudolf Heltzel, Gisela Ingerfeld, Hella Schuler-Roepell, HaraldWirbals, Edeltrud Freitag-Becker
Erfolgreiche Geschäftsmodelle

Roswita Königswieser und Susanne Ehmer
Geschäftsmodell Königswieser & Network

Stefan Hagen
Von der Werteorientierung zummodularen Beratungskatalog.
Mit „M.U.M.M.“ zur neuen Strategie

Markus Kintrup
Mehr Aufträge, bessere Preise. Mein Geschäftsmodell auf Basis der „Theory of Constraints (TOC)“

Kersti Weiß
Passgenau und flexibel. Wirksam imZusammenspiel: Interne und externe Supervision

Jörg Hesse und Martin Johnsson 
Wozu von wem beraten lassen? Ein Gespräch über Beratungsanlässe und Berater

Martin Johnsson
Kundenbindung – auch ein Thema für Berater?

Ralf Bolhaar
Lost in Space?! – Selbstdarstellung von Supervisoren im Internet

Markus Mühlhaus
Online überzeugen

 

Rubriken

  • Editorial
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  • Autor/innen
  • Vorschau/Impressum

 

Verantwortlich für dieses Heft:
Susanne Ehmer und Martin Johnsson

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Geschäftsmodelle

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