Ausgaben 2011

Ausgabe 4.2011
Bürgerschaftliches Engagement

Ohne das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern sind viele gesellschaftliche Aufgaben kaum zu bewältigen. In dieser Ausgabe geht supervision der Frage nach, welchen Stellenwert das bürgerschaftliche Engagement einnimmt, wie die Attraktivität gestaltet und wie die Qualität der Arbeit von Ehrenamtlichen erhöht werden kann. Beispiele von Caritas bis Telefonseelsorge zeigen die hohe Bedeutung des Themas.

Editorial

Gerade rechtzeitig zum Ende des europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit erscheint das Heft mit dem Schwerpunkt „Bürgerschaftliches Engagement“. Ist das nun „im Strom mitschwimmen“, wenn wir uns diesem Thema zuwenden, oder ist es – womöglich dringend – notwendig, dass sich Supervisorinnen und Supervisoren mit diesem Thema auseinandersetzen? – Wir meinen, dass Letzteres zutrifft.

Es ist immer Misstrauen angebracht, wenn ein Jahr, ein europäisches Jahr gar, von „irgendetwas“ ausgerufen wird. Meist signalisiert das, dass der solcherart herausgehobene Sachverhalt im öffentlichen Bewusstsein unterbelichtet und meist auch unterfinanziert ist oder dass „die Politik“ etwas vorhat. Ungenutzte Reserven nutzen, so wie zum Beispiel nach Erdöl oder seltenen Erden geschürft wird. Nun wollen wir hier nicht die Arbeit der europäischen Regierungen erledigen. Mit der Beschäftigung und der Reflexion über Freiwilligenarbeit soll vielmehr der Blick geweitet werden für den Aspekt „Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe“. Heiner Keupp rückt dieses Anliegen in den Mittelpunkt seines Beitrags.
Zur Wahl des Titels: Wir haben uns für den Begriff „bürgerschaftliches Engagement“ entschieden, weil er unseres Erachtens in der derzeitigen Diskussion am bes-ten den zivilgesellschaftlichen Charakter ausdrückt.
Ehrenamtliche Tätigkeit, Freiwilligendienste, freigemeinnützige Tätigkeit – die Diskussion über diese Begriffe wird hier nicht geführt, da sie uns für dieses Vorhaben nicht so bedeutend erscheint. Auch nicht diskutiert wird die Frage, welches (unbezahlte) Engagement denn als ehrenamtliche Tätigkeit zu bewerten sei. So galten lange gewerkschaftliches oder berufsverbandliches Engagement nicht als Ehrenamt. Im Freiwilligensurvey 2009 ist das anders.
Wie die Wünsche nach Mitarbeit und Mitgestaltung organisiert werden können, damit beschäftigt sich der Beitrag von Doris Rosenkranz und Gerlinde Wouters. Sie thematisieren Aufgaben und Notwendigkeit des Freiwilligenmanagements sowohl auf organisationaler wie auf kommunaler Ebene (dort unter dem Namen „citizen government“). Wie das gehen kann, zeigt auch ein Blick nach Nürtingen.
Doch die wirtschaftliche Sicht soll nicht außen vor bleiben. Dass bürgerschaftliches Engagement nicht zum Nulltarif zu haben ist, ist inzwischen ein Allgemeinplatz, doch welchen Nutzen Ehrenamtliche erarbeiten, lässt sich durchaus auch in Euro ausdrücken. Gerhard Kral hat dazu eine Nutzwertanalyse vorgelegt, die er hier kurz zusammenfasst. Theo Wehner und Harald Mieg analysieren die freigemeinnützige Tätigkeit aus arbeitspsychologischer Sicht, und auch dort spielen Geld und Wertigkeit eine Rolle, ebenso wie die Motivation, sich zu engagieren.
In dem Heft geht es natürlich auch um Supervision im Kontext von bürgerschaftlichem Engagement. Das Interview mit Dr. Neher, dem Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, schlägt den Bogen von der Zivilgesellschaft über die konkrete Kooperation Hauptberuflicher und Ehrenamtlicher hin zur Bedeutung von Supervision für die Förderung der Zusammenarbeit. Katharina Witte beschreibt die Knackpunkte, auf die Supervisor/innen stoßen, wenn sie die Herausforderungen annehmen, in diesem Feld zu arbeiten. Frank Austermann, Leiter der Telefonseelsorge in Bremen, geht auf (s)ein Arbeitsfeld ein, in dem traditionell Ehrenamtliche hoch qualifizierte Dienste leisten und wo Supervision für Ehrenamtliche Standard ist. Einen praktischen Aspekt bieten Hubert Klingenberger und Brigitte Krecan-Kirchbichler. Sie regen an, das Konzept Biografiearbeit in der Supervision zu nutzen, um mit Freiwilligen daran zu arbeiten, den für sie besten Ort des Engagements zu finden.
Dass bürgerschaftliches Engagement einen selbstverständlichen Platz in der Mitte der Gesellschaft einnimmt, ist unstrittig. Dass auch Supervisorinnen und Supervisoren diesen Sektor als Arbeitsfeld in ihr Bewusstsein aufnehmen, ist notwendig. Die DGSv hat das erkannt und schon 2008 eine Projektgruppe eingesetzt, die ein Positionspapier erarbeitet hat, das im Januar 2011 in der Reihe „Dokumente zu Supervision und Beratung“ veröffentlicht wurde. Sie hat auch erkannt, dass da noch viel Arbeit zu leisten ist, und den Newsletter 3/2011 diesem Thema gewidmet. Es ist doch erfreulich, dass nicht nur die Spitzen von Wirtschaft und Management im Blick sind.
Viel Spaß und Wissenszuwachs beim Lesen – und im Namen der Herausgeber und der Redaktion ein gutes neues Jahr – wünschen


Bernhard Lemaire und Erhard Tietel


Inhaltsverzeichnis

Bürgerschaftliches Engagement

  • Heiner Keupp
    Bürgerschaftliches Engagement – sein gesellschaftlicher und sein individueller Stellenwert
  • Bernhard Lemaire, Erhard Tietel
    Ohne Ehrenamt keine Caritas – Interview mit Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes
  • Gerlinde Wouters, Doris Rosenkranz
    Herausforderungen im Freiwilligenmanagement
  • Theo Wehner, Harald A. Mieg
    Freiwilligenarbeit ist Tätigsein, nicht nur Hilfeverhalten
  • Gerhard Kral
    Aus einem Euro werden sechs. Über den Wert bürgerschaftlichen Engagements – Ergebnisse eines Wertgutachtens
  • Katharina Witte
    „Ich wünsche mir klare Worte“ – Supervision mit freiwillig Engagierten
  • Frank Austermann
    Schneller zuhören geht nicht – und auch nicht beschleunigt beraten:
    TelefonSeelsorge und Supervision in Zeiten sozialer Beschleunigung
  • Brigitte Krecan-Kirchbichler, Hubert Klingenberger
    Erweitere deine Möglichkeiten – Biografisches Coaching in der Begleitung Ehrenamtlicher

 

Freier Beitrag

  • Matthias N. Schubert
    Michael Balint ist kein Esoterikguru. Vom Nutzen der Balintmethode in der SupervisionMarianne Hege zum 80. Geburtstag: Die große Dame der leisen Töne

 

supervision 4.2011 Bürgerschaftliches Engagement

Stückpreis: 12,50 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)

Ausgabe 3.2011
Führen heute – Die Quadratur des Kreises

Das Führen einer Gruppe, einer Organisation, einer Behörde oder eines Unternehmens fordert spezielle Fähigkeiten – und spezielles Wissen. Fest steht: Einen perfekten Führungsansatz gibt es nicht. Jeder und jede muss seinen eigenen Weg finden. Das Thema „Führung“ ist für Berater und Beraterinnen ein spannendes Thema.

Editorial

Supervisor/innen und Berater/innen betreiben ihr Geschäft in einer Vielzahl von Modellen – als Einpersonengeschäft, hauptberuflich oder als ein Standbein neben anderen, als GmbH oder OG, sie nennen ihr Geschäftsmodell Praxis, Institut, Sozietät und Netzwerk. Es scheinen keine Grenzen gesetzt. Mit diesem Heft beleuchten wir ein Thema, mit dem wir alle zu tun haben und zu dem es weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine allgemein akzeptierte Definition gibt: Geschäftsmodelle. Sie dienen einer modellhaften Beschreibung des Geschäfts und können, je nach Differenziertheit, betriebswirtschaftlichen Aussagen und Rechtsform, Aussagen zum Nutzenversprechen oder auch zur Kundenzielgruppe beinhalten. Macht man sich bewusst, in welcher Art Geschäft man sein Geschäft betreibt, kann man dies zur steten Orientierung, Ausrichtung und Reorientierung nutzen. Wie ist das Geschäft zu verstehen, wie ist es zu verbessern, welche Angebote passen in dieses Geschäftsmodell, welche Kunden- oder Marktsegmente sind hierüber gut anzusprechen und zu bedienen, welche neuen Geschäftsideen können integriert werden und wann ist es angezeigt, das Geschäftsmodell zu verändern? Wie passt das Geschäftsmodell mit der darin ausgeübten Tätigkeit, dem Angebot und der Nachfrage zusammen?

Spricht man über Geschäfte, spricht man auch über Geld. Martina Ukowitz zeigt in ihrem Beitrag die Spannungsfelder ökonomischer Systemlogiken auf, in denen sich Beratung bewegt. Der Verkauf der Dienstleistung „Beratung“ führt in der Beratungstätigkeit, in der Positionierung am Markt und im professionellen Umfeld zu manchen – auch ethischen – Herausforderungen.

Mit der Frage „Erfolgreich selbstständig – seit Jahren: Wie machen Sie das?“ haben wir die Kolleg/innen Hella Schuler-Roepell, Gisela Ingerfeld, Harald Wirbals und Rudolf Heltzel eingeladen, ihre Geschäftsmodelle vorzustellen. Zu dem Geschäftsmodell Netzwerk lesen Sie ein Interview mit Roswita Königswieser zu ihrem Modell „Königswieser & Network“ und einen Beitrag von Edeltrud Freitag-Becker über ihr „netzwerken“.

Diesen Teil ergänzen zwei sehr unterschiedliche, aber erfolgreiche Geschäftmodelle. Die Unternehmensberater Stefan Hagen und Markus Kintrup lassen uns in ihre Werkstatt schauen.

Aus der Sicht der Kunden geben Kersti Weiß als Vermittlerin von Anfragen und Anbietern in der Ev. Kirche Hessen Nassau und in einem Interview Jörg Hesse, Personalleiter eines mittelständischen Unternehmens, Einblicke in Auswahlverfahren, Kriterien der Beraterwahl und Beratungsanlässe. Die Kundensicht wird ergänzt durch zentrale Aspekte der Kundenbindung, die Martin Johnsson in einem Gespräch mit dem Kundenbindungsmanager eines international agierenden Familienunternehmens gewonnen hat.

Ralf Bolhaar geht abschließend einer Frage nach, von der keiner so recht weiß, wie bedeutsam sie für das eigene Geschäft ist. Und doch tun es viele und es werden stetig mehr: die Präsentation im Internet und wie man es richtig macht.

Wir wollen mit diesem Heft dazu anregen, das eigene Geschäftsmodell zu reflektieren, es für gut zu befinden oder zu verbessern und das „Wie“ der Geschäftsgestaltung in den Blick zu nehmen.

Schreiben Sie uns dazu! Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Susanne Ehmer und Martin Johnsson


Inhaltsverzeichnis

Führen heute – Die Quadratur des Kreises

Brigitte Hausinger
Die vergebliche Suche nach dem perfekten Führungsansatz – das aktuelle Dilemma von Führung

Bernhard Krusche und Dirk Baecker
Unterschiede zwischen Management und Führung? Ein Interview

Günther Ortmann
Kunst des Entscheidens. Ein Quantum Trost für Zweifler und Zauderer

Theresia Volk
Die Krise der Führung ist eine Krise der Zugehörigkeit

Angela Gotthardt-Lorenz
Wie unterstützt Supervision die Führung in Sozialorganisationen?
Eine selbstreflexive Betrachtung

Susanne Ehmer
Berater/innen und Manager/innen im Dialog – Führen in der Kontinuität des Auf und Ab

Reinhold Jost
Führung in der Supervision

Freier Beitrag
Birgit Lutzer
Die Presse macht Arbeit, die sich lohnt:
Pressearbeit für Berater/innen

 

supervision 3.2011:
Führen heute

Stückpreis: 12,50 EUR
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Ausgabe 2.2011
Geschäftsmodelle

Aus dem Editorial: „Supervisor/innen und Berater/innen betreiben ihr Geschäft in einer Vielzahl von Modellen – als Einpersonengeschäft, hauptberuflichoder als ein Standbein neben anderen, als GmbH oder OG, sie nennen ihr Geschäftsmodell Praxis, Institut, Sozietät und Netzwerk. Es scheinen keine Grenzen gesetzt. Mit diesem Heft beleuchten wir ein Thema, mit dem wir alle zu tun haben und zu dem es weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine allgemein akzeptierte Definition gibt: Geschäftsmodelle.“

Editorial

Supervisor/innen und Berater/innen betreiben ihr Geschäft in einer Vielzahl von Modellen – als Einpersonengeschäft, hauptberuflichoder als ein Standbein neben anderen, als GmbH oder OG, sie nennen ihr Geschäftsmodell Praxis, Institut, Sozietät und Netzwerk. Es scheinen keine Grenzen gesetzt. Mit diesem Heft beleuchten wir ein Thema, mit dem wir alle zu tun haben und zu dem es weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine allgemein akzeptierte Definition gibt: Geschäftsmodelle. Sie dienen einer modellhaften Beschreibung des Geschäfts und können, je nach Differenziertheit, betriebswirtschaftlichen Aussagen und Rechtsform, Aussagen zumNutzenversprechen oder auch zur Kundenzielgruppe beinhalten. Macht man sich bewusst, in welcher Art Geschäft man sein Geschäft betreibt, kann man dies zur steten Orientierung, Ausrichtung und Reorientierung nutzen. Wie ist das Geschäft zu verstehen, wie ist es zu verbessern, welche Angebote passen in dieses Geschäftsmodell, welche Kunden- oder Marktsegmente sind hierüber gut anzusprechen und zu bedienen, welche neuen Geschäftsideen können integriert werden und wann ist es angezeigt, das Geschäftsmodell zu verändern? Wie passt das Geschäftsmodell mit der darin ausgeübten Tätigkeit, dem Angebot und der Nachfrage zusammen?

Spricht man über Geschäfte, spricht man auch über Geld. Martina Ukowitz zeigt in ihrem Beitrag die Spannungsfelder ökonomischer Systemlogiken auf, in denen sich Beratung bewegt. Der Verkauf der Dienstleistung „Beratung“ führt in der Beratungstätigkeit, in der Positionierung am Markt und im professionellen Umfeld zu manchen – auch ethischen – Herausforderungen.

Mit der Frage „Erfolgreich selbstständig – seit Jahren: Wie machen Sie das?“ haben wir die Kolleg/innen Hella Schuler-Roepell, Gisela Ingerfeld, HaraldWirbals und Rudolf Heltzel eingeladen, ihre Geschäftsmodelle vorzustellen. Zu dem Geschäftsmodell Netzwerk lesen Sie ein Interview mit Roswita Königswieser zu ihrem Modell „Königswieser & Network“ und einen Beitrag von Edeltrud Freitag-Becker über ihr „netzwerken“.

Diesen Teil ergänzen zwei sehr unterschiedliche, aber erfolgreiche Geschäftmodelle. Die Unternehmensberater Stefan Hagen und Markus Kintrup lassen uns in ihre Werkstatt schauen.

Aus der Sicht der Kunden geben Kersti Weiß als Vermittlerin von Anfragen und Anbietern in der Ev. Kirche Hessen Nassau und in einem Interview Jörg Hesse, Personalleiter eines mittelständischen Unternehmens, Einblicke in Auswahlverfahren, Kriterien der Beraterwahl und Beratungsanlässe. Die Kundensicht wird ergänzt durch zentrale Aspekte der Kundenbindung, die Martin Johnsson in einem Gespräch mit dem Kundenbindungsmanager eines international agierenden Familienunternehmens gewonnen hat.

Ralf Bolhaar geht abschließend einer Frage nach, von der keiner so recht weiß, wie bedeutsam sie für das eigene Geschäft ist. Und doch tun es viele und es werden stetig mehr: die Präsentation im Internet und wie man es richtig macht.

Wir wollen mit diesem Heft dazu anregen, das eigene Geschäftsmodell zu reflektieren, es für gut zu befinden oder zu verbessern und das „Wie“ der Geschäftsgestaltung in den Blick zu nehmen.

Schreiben Sie uns dazu! Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

 

Susanne Ehmer und Martin Johnsson


Inhaltsverzeichnis

Geschäftsmodelle 

Martina Ukowitz
Über Geld spricht man doch. Beratung im Spannungsfeld ökonomischer Systemlogiken

Martin Johnsson
Zwischen Haushaltskasse und Businessplan. Braucht ein freiberuflicher Berater einen Geschäftsplan?

Rudolf Heltzel, Gisela Ingerfeld, Hella Schuler-Roepell, HaraldWirbals, Edeltrud Freitag-Becker
Erfolgreiche Geschäftsmodelle

Roswita Königswieser und Susanne Ehmer
Geschäftsmodell Königswieser & Network

Stefan Hagen
Von der Werteorientierung zummodularen Beratungskatalog.
Mit „M.U.M.M.“ zur neuen Strategie

Markus Kintrup
Mehr Aufträge, bessere Preise. Mein Geschäftsmodell auf Basis der „Theory of Constraints (TOC)“

Kersti Weiß
Passgenau und flexibel. Wirksam imZusammenspiel: Interne und externe Supervision

Jörg Hesse und Martin Johnsson 
Wozu von wem beraten lassen? Ein Gespräch über Beratungsanlässe und Berater

Martin Johnsson
Kundenbindung – auch ein Thema für Berater?

Ralf Bolhaar
Lost in Space?! – Selbstdarstellung von Supervisoren im Internet

Markus Mühlhaus
Online überzeugen

 

Rubriken

  • Editorial
  • Markierungen
  • Rezension
  • Autor/innen
  • Vorschau/Impressum

 

Verantwortlich für dieses Heft:
Susanne Ehmer und Martin Johnsson

supervision 2.2011:
Geschäftsmodelle

Stückpreis: 12,50 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)

Ausgabe 1.2011
Verstehen

Aus dem Editorial: „1982 erschien das erste Heft dieser Zeitschrift mit dem Thema: „Verstehen in der Supervision“. Zur Erinnerung: Es gab damals Beiträge von Franz Wellendorf, Dieter Eicke (†), Angelika Lehmenkühler-Leuschner, Gerhard Wittenberger, Gerhard Leuschner. Alle versuchten, aus unterschiedlicher Perspektive den Begriff und den Prozess des Verstehens zu verstehen und zu begreifen. Liest man diese Aufsätze heute, dann haben sie nichts an Aktualität verloren – wie auch: Verstehen ist heute so schwierig wie damals; damals wie heute ist der Prozess des Verstehens in der Gefahr, einerseits simplifiziert und andererseits verabsolutiert zu werden. Verstehen ist neben Empathie und Beziehung einer der zentralen Begriffe in der Beratung. Nach fast 30 Jahren ein zweites Heft zum selben Thema zu machen ist deshalb fast überfällig.“

Editorial

1982 erschien das erste Heft dieser Zeitschrift mit dem Thema: „Verstehen in der Supervision“. Zur Erinnerung: Es gab damals Beiträge von Franz Wellendorf, Dieter Eicke (†), Angelika Lehmenkühler-Leuschner, Gerhard Wittenberger, Gerhard Leuschner. Alle versuchten, aus unterschiedlicher Perspektive den Begriff und den Prozess des Verstehens zu verstehen und zu begreifen. Liest man diese Aufsätze heute, dann haben sie nichts an Aktualität verloren – wie auch: Verstehen ist heute so schwierig wie damals; damals wie heute ist der Prozess des Verstehens in der Gefahr, einerseits simplifiziert und andererseits verabsolutiert zu werden. Verstehen ist neben Empathie und Beziehung einer der zentralen Begriffe in der Beratung. Nach fast 30 Jahren ein zweites Heft zum selben Thema zu machen ist deshalb fast überfällig. Anlass dazu gibt der 75. Geburtstag eines Kollegen, der seit 25 Jahren dieser Zeitschrift als Redakteur angehört und inzwischen ihr Mitherausgeber ist. Winfried Münch stellt den Begriff „Verstehen“ theoretisch wie praktisch in das Zentrum seiner Arbeit. Ihm ist dieses Heft mit freundschaftlichem und kollegialem Dank von TOPS München- Berlin sowie der Redaktion und dem Herausgeber dieser Zeitschrift gewidmet.

Karl-Heinz Geißler bittet trotz des Titels seines Beitrags nicht um Nichtverstehen, zeigt aber, dass dieses Nichtverstehen für die Beraterintervention in Anspruch zu nehmen ist und eine systemnotwendige und deshalb unverzichtbare Konfrontation darstellt. Cornelia Edding hat sich der Empathie zugewandt und beschäftigt sich mit ihr aus ungewohnter Perspektive. Sie untersucht Empathiekonzepte, -theorien und empirische Arbeiten unter der Fragestellung: Wie entsteht unsereVorstellung davon, was ein anderer Mensch denkt und fühlt?

Szenisches Verstehen in der Gruppe, eine inzwischen gängige Beschreibung für die Beratungsarbeit in Gruppen, wird von JuttaMenschik-Bendele anhand eindrucksvoller Praxisszenen illustriert. Dilthey, Argelander und Lorenzer liefern dazu den theoretischen Unterbau.

Die Beratungsarbeit findet gegenwärtig überwiegend im Kontext von Organisationen statt. Dem Verstehen von Organisationen istWolfgang Weigand nachgegangen und hat den Zwischenraum zwischen dem Verstehensversuch und dem Nichtverstehen institutionellerWirklichkeit sondiert.

Die Rezension von Karl Schattenhofer beschäftigt sich mit einem Buch, das ein konzeptionelles Gebäude errichtet, um die verschiedenen Stränge der Gruppenforschung geordnet unterzubringen. Ronny Jahn aktualisiert das Problem des Fremd- und Selbstverstehens an der Auseinandersetzung von Cohen mit dem Sozialismus, in dem Jahn aufgewachsen ist und nun Orientierung sucht. Die Markierungen ironisieren in feuilletonistischer Art mit dem „Verstanden“ als Versicherung eines Verstehens, das nicht verstanden hat.

 

Cornelia Edding und Wolfgang Weigand


Inhaltsverzeichnis

Verstehen

Karlheinz Geißler
„Versteh mich bitte nicht so schnell!“
Verstehen, Nichtverstehen und Intervenieren

Cornelia Edding
Auch die Einfühlung will verstanden sein.
Empathie verstehen

Jutta Menschik-Bendele
Am Spiel teilhaben. Szenisches Verstehen in der Gruppe

WolfgangWeigand
Organisation verstehen

Winfried Münch
Verstehen

 

Freier Beitrag

Susanne Graf-Deserno
Emotionales Ausdrucksgeschehen im Unterrichtsablauf –
pädagogische Kasuistik und Professionalisierung von Lehrkräften

 

Rubriken

  • Editorial
  • Winfried Münch zum 75. Geburtstag
  • Eine Auswahl aus den Veröffentlichungen von Winfried Münch
  • Literatur zumThema
  • Markierungen
  • Erlebte Literatur
  • Rezension
  • Autor/innen
  • Vorschau/Impressum

 

Verantwortlich für dieses Heft:
Cornelia Edding und WolfgangWeigand

supervision 1.2011:
Verstehen

Stückpreis: 12,50 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)

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